Reikibehandlung mit dem Psychopunkt

Im zweiten Reikigrad wird bei uns die Behandlung des Psychopunktes gelehrt. Während eines Seminars zu diesem Thema hatten wir eine Teilnehmerin, die uns erzählte, dass sie sich schon als Kind immer sehr ein Brüderchen gewünscht hatte. Als sie volljährig wurde, offenbarten ihr die Eltern den Grund für ihre unbewusste Sehnsucht: Sie hatten damals eigentlich Zwillinge erwartet, doch ihr Bruder kam tot zur Welt. Unter diesem Verlust hatte sie ihr Leben lang unbewusst sehr gelitten.

Bei der Behandlung des Psychopunktes durch mich fing sie plötzlich sehr stark an zu weinen. In solchen Momenten ist es wichtig, die Behandlung nicht abzubrechen, da sich das Energiesystem im Anschluss von selbst wieder beruhigt – so war es auch bei ihr. Doch entgegen ihrer sonst eher reservierten und zurückhaltenden Art nahm sie mich danach fest in die Arme, weinte erneut und sagte: „Ich habe mich gerade von einem Baby verabschiedet.“

Sie hatte während der Behandlung eine tiefe Vision: Sie sah sich selbst im Mutterleib, an der Seite ihres Bruders. Er sagte zu ihr: „Geh du zuerst, ich komme nach.“ Leider kam es bei der Geburt zu Komplikationen und der Bruder überlebte nicht.

Diese Erfahrung war für sie von unschätzbarem Wert. Obwohl sie nach der Behandlung tief aufgewühlt war, spürte sie kurz darauf eine große Erleichterung. Sie hat ihren Frieden gefunden und sich am nächsten Tag noch einmal von Herzen bedankt.

Aus den Erfahrungen unserer Reikischüler wissen wir, dass dieses Thema in vielen anderen Ausbildungen gar nicht erst unterrichtet oder sogar bewusst gemieden wird. Für uns ist Weglassen jedoch keine Option — wir möchten vollständiges Wissen vermitteln. Dennoch gilt bei uns: Die Entscheidung, wie du damit umgehst, liegt ganz allein bei dir.

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