Schamanische Arbeit mit unseren Ahnen

In dieser seltsamen Zeit haben wir uns häufig mit unseren Ahnen beschäftigt und haben Reisen zu ihnen gemacht.

Der Begriff „Ahne“ weckt bei Deutschen oft Erinnerungen an die Rassenidiologie der Nazizeit, an Ahnenforschung zum Nachweis einer arisch reinen Herkunft. Daher ist unser Blick in die Vergangenheit häufig gestört und getrübt.

Wer in eine schamanische Gesellschaft kommt, wird nicht gefragt, was er beruflich macht oder welche Stellung er bekleidet, sondern woher man kommt. In manchen Kulturkreisen werden bei der Vorstellung die Ahnen aufgezählt und damit in den Kreis mit aufgenommen. Bei uns fällt es oft schon schwer, die Großeltern zu benennen. In vielen nordischen Völkern sind die Ahnen ein Teil des Namens, wie zum Beispiel Svensson, der Sohn von Sven.

Dabei ermöglicht uns die Begegnung mit unseren Ahnen, ein Gefühl dafür zu bekommen, auf welche Weise wir in dieser Welt verwurzelt sind. Unsere Ahnenlinie hat nicht unwesentlichen Anteil an dem, was wir heute sind. Die Beschäftigung mit den Ahnen kann uns nicht nur zeigen, warum wir so sind, sondern auch, wo unsere wahren, heiligen Aufgaben und unsere Stärken im Hirt und Jetzt liegen.

Wir sollten auch nicht vergessen, dass unsere Vorfahren Teil der menschlichen Gemeinschaft und damit des Spirits der Menschheit sind. Erst über die Begegnung mit ihnen können wir diesen in seiner Kraft und Klarheit erfahren.

Für über 90 Prozent der Weltbevölkerung sind rituelle Opfergaben und Gebete für Verstorbene ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens. Diese Menschen erweisen ihren Ahnen Respekt und bitten sie um Rat. Doch wir, in der westlichen Welt erzogen, mit dem christlichen oder jüdischen Glauben aufgewachsen, lehnen die Ahnenverehrung ab. Dabei fügt sich diese perfekt in die ganzheitliche Sicht von physischer und spritueller Welt ein.

In vielen Familien gibt esThemen, die sich immer wiederholen und uns zurückziehen und sich nicht dauerhaft lösen lassen. In diesen Fällen lohnt es sich, sich mit den Ahnen zu befassen und dort die Lösung zu suchen. Unsere Vorfahren haben bestimmt viel Schwieriges, wie all die Kriegsgeschehen, erlebt, was sie meist zu Lebzeiten nicht auflösen konnten. Doch diese Probleme lösen sich durch den Tod nicht auf, sie werden an die nächste Generation weitergegeben. Diese Weitergabe von Schuld und Traumata geht immer weiter, bis sie aufgelöst wird. Somit ist es unsere Aufgabe, diese Themen heute zu transformieren und Frieden in unsere Familien zu bringen. Unsere Vorfahren hatten vielleicht damals nicht die Möglichkeit dazu, doch wir können dies nun abgehen und viele Wege stehen uns dafür zur Verfügung.

Bei unserer schamanischen Arbeit werden wir oft dazu aufgefordert und müssen dann dem Klienten erklären, dass er dies ungewollt mitgebracht hat. Manchmal reicht dazu ein Ritual, oder wir müssen mit dem Klienten eine Rückführung machen. In unserem Schamanenkreis gibt es auch eine Person, an die wir spezielle Klienten weiterempfehlen, weil ihr eine besondere Begabung für diese Tätigkeit innewohnt. Beim Schwitzhüttenritual rufen wir grundsätzlich unsere Ahnen und bedanken uns bei ihnen. So binden wir unsere Ahnen auf vielfältige Weise bei unseren schamanischen Reisen mit ein, bedanken uns bei ihnen, bitten sie manchmal um etwas oder fragen sie um Rat.

Es gibt viele Gründe, warum es sich lohnt, einen Ausgleich im Ahnenkreis zu schaffen.

Wenn man inneren Frieden in seinem Ahnenkreis schafft, erreicht man auch inneren Frieden in sich selbst. Die Präsenz im Hier und Jetzt verbessert sich.Wenn es Verstrickungen im Ahnenkreis gibt, zieht es uns Energie ab und unser Sein vermischt sich mit den fremden Themen, die wir in uns tragen. Wir kommen bei uns selbst an und lösen uns von übernommenen Traumata. Wir finden unseren Platz im Leben und haben weniger Probleme in der Partnerschaft, im Beruf oder am Wohnort. Durch die Auflösung von Verstrickungen im Ahnenkreis können sich auch körperliche Probleme, wie Allergien, Hautprobleme, Essstörungen oder Autoimmunerkrankungen auflösen bzw abschwächen.

Wenn man Frieden im Ahnenkreis schafft, kann die Energie dort wieder fließen, man fühlt sich angenommen, eingebunden und zugehörig. Die Ahnen können uns ihre ungelebten Potentiale weitergeben und uns steht damit ein großes Spektrum zur Verfügung.

Wir freuen uns über eine Mitteilung von Euren eigenen Erlebnissen und freuen uns, wenn ihr uns von euren Ahnenerfahrungen berichtet.(info@schamanismus-deutschland.de).

Euer Ulrich Gottwald

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